
Neckarradweg 19.6.2025
- Knuffellump

- 21. Juni 2025
- 2 Min. Lesezeit
DUCKTRAIL AM NECKAR – VON Linsenhofen
NACH SIGLINGEN
153 Kilometer. 500 Höhenmeter. 2 müde Helden. 1 italienisches Abendessen auf der Kippe.
Es war einer dieser Tage, an dem das Universum sagte: „Fahr doch einfach mal 153 Kilometer – mit einem Trailbike. Auf Asphalt.“ Und weil Vernunft überbewertet ist, wurde genau das gemacht.
Start: Linsenhofen. Früh, voller Elan. Sie auf dem Trekkingbike – der fliegende Teppich unter den Fahrrädern. Ich auf dem Trailbike – für Wurzelpassagen vorbereitet, die nie kamen. Abfahrt über Nürtingen, rein in den Neckarradweg – ein feines Stück Rad-Infrastruktur mit hübsch viel Wasser nebenbei und erstaunlich wenig Wahnsinn auf dem Weg.
Der Neckarradweg, einer der beliebtesten Fernradwege Deutschlands, führt von Villingen-Schwenningen bis nach Mannheim. Wir haben ihm ein bisschen den Mittelfinger gezeigt und sind nur das Sahnestück zwischen Nürtingen und Bad Friedrichshall gefahren. Landschaftlich top, asphaltiert bis zum Abwinken, ab und zu ein bisschen Buckelpiste zur Charakterbildung. Und ja, 500 Höhenmeter waren auch dabei – versteckt wie Ostereier, aber gut gemeint.
Esslingen: Erste Pause. Kaffee. Beine noch frisch, Hintern noch guter Dinge. Weiter ging’s durch grüne Uferlandschaften, vorbei an neckarromantischen Ortschaften, in denen mehr Fachwerk als WLAN zu sehen war.
Hoheneck: Bierpause mit Blick aufs Wasser. Der Moment, in dem man merkt, dass man erst bei Kilometer 60 ist – aber schon redet, als hätte man die halbe Tour hinter sich. Spoiler: Hatte man nicht.
Marbach (hinter dem Ort): Vesperpause. Klassiker: schnitze mit Brot, ein müdes Lächeln. Nur unser Lieblingsbiergarten in Mundelsheim war dicht – ein Drama, das nur mit stillem Kopfschütteln und innerem Weinen verarbeitet werden konnte.Eine mentale Katastrophe 😂😂😂😂
Bad Friedrichshall: Ab hier wurde’s ernst. Die Beine: Beton. Der Hintern: nicht mehr verhandlungsbereit. Die Kilometer: zäh wie Kaugummi in der Sonne.
Aber wir hatten ein Ziel: Siglingen. Vor 21:00 Uhr.
Warum? Weil der Italiener dort sonst die Küche schließt. Und wir wollten Pasta. Keine Energie-Gels, keine Müsliriegel. Pasta!!!
Also: Letzter Antritt, Fluch-Konzert im Wind, der Kurbellarm rechts meldete sich locker, aber dieses Mal: Werkzeug dabei. Trailbike-Besitzer sind lernfähig – zumindest manchmal.
Ankunft: 20:57 Uhr. Drei Minuten vor Küchenschluss. Italiener klatscht Applaus (innerlich), wir bestellen wie Marathonläufer nach der Ziellinie. Dann noch 3 letzte Kilometer nach Hause, die sich wie 30 anfühlten.
Finale: Absacker im Garten. Aperol in der Hand. Blick ins Nichts. Hintern tot. Herz voll.
Denn: Nur die Harten vespern im Wind.
Fun-Facts am Radweg:
Der Neckarradweg ist rund 375 km lang – wir haben nur die wichtigsten 90 km von Nürtingen bis Bad Friedrichshall mitgenommen.
Zwischen Marbach und Mundelsheim verläuft der Neckar in einer malerischen Doppelschleife – fast schon kitschig.
Die Strecke bietet mehr Bänke als Radläden – gut für Pausen, schlecht bei Materialbruch. (Zum Glück diesmal: Multitool 1 – Kurbelarm 0)
Radfahrergrüße: Abnehmend mit dem Kilometerstand. Ab Heilbronn wurde nur noch genickt.



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schöne Tour