
Jetzt auch noch dass😂
- Knuffellump

- 18. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Vom ersten Duck bis zum Instagram-Profil
oder: Was hab ich mir dabei eigentlich gedacht?
Es fing harmlos an.
Also wirklich harmlos.
Ein Logo fürs Bike.
Aus Jux.
Weil ich dachte: „Komm, bisschen Spaß muss sein.“
Kein Plan.
Keine Mission.
Keine Marke.
Nur eine Ente.
Spoiler: Genau so fangen die besten Eskalationen an.
Dieses Logo war plötzlich nicht mehr nur Aufkleber am Rahmen.
Es blieb hängen.
Im Kopf.
Im Bauch.
Und irgendwo zwischen Werkbank, Trail und Dusche dachte ich mir immer öfter:
Warum lässt mich das nicht los?
Aus der Ente wurde langsam der Bad Duck.
Nicht süß.
Nicht nett.
Nicht motivationsposter-kompatibel.
Sondern wild, frech, sarkastisch –
der Duck, der mir beim Schrauben über die Schulter schaut, die Augen verdreht und denkt:
„Alter… schon wieder ein neues Teil?“
Der Bad Duck lacht über mich.
Über den Teilezirkus.
Über Trends.
Über Marketing, das mir erklären will, dass mein Bike erst dann fährt, wenn es aussieht wie ein Hochglanzkatalog.
Und genau da hat sich was verschoben.
Warum sind MTB und Gravel eigentlich so ein Ding geworden?
Warum wird aus „Fahren gehen“ plötzlich eine Materialschlacht?
Warum diskutieren wir mehr über Beschichtungen als über Linienwahl?
Ich bin kein Profi.
Ich bin kein Influencer.
Ich bin einfach jemand, der fährt, schraubt –
und irgendwann gemerkt hat, dass sein eigenes Bike zu bauen mehr ist als Teile zusammenschrauben.
Ein selbst aufgebautes Bike ist kein Produkt.
Es ist ein Statement.
Auch wenn es niemand hören will.
Und ja: Wenn das Ding dann fertig dasteht – Setup passt, Optik passt, Gefühl passt –
steht man davor wie Dagobert Duck im Geldspeicher.
Nur ohne Geld.
Aber mit diesem breiten, leicht peinlichen Grinsen, das sagt:
„Sieht gut aus. Reicht mir.“
Währenddessen von der Seitenlinie:
Kopfschütteln.
Grinsen.
Kommentare.
Familie, Freunde, Kollegen – alle haben’s gesehen.
Alle haben gelächelt.
Alle haben mich aufgezogen.
Nicht böse.
Nicht spöttisch.
Sondern genau so, wie man jemanden aufzieht, der offensichtlich Spaß hat –
auch wenn er gerade ein bisschen überdreht wirkt.
Und irgendwann kam immer derselbe Satz:
„Digger… wie alt bist du eigentlich?“
Die einzig richtige Antwort:
Alt genug, um mich selbst nicht mehr ernst zu nehmen.
Und jung genug, um genau deshalb weiterzumachen.
Ducktrail war nie geplant.
Nie strategisch.
Nie „marktfähig“.
Es ist entstanden nach dem einzigen Prinzip, das hier gilt:
Ich hab da ’nen Gedanken.
Der wird zur Idee.
Und irgendwann zur Ente, die dich auslacht.
Oder anders gesagt:
Zum Bad Duck.
Und ja – irgendwann war da plötzlich ein Instagram-Profil.
Nicht, weil ich musste.
Sondern weil der Duck meinte:
„Zeig’s halt. Wen juckt’s.“
Was daraus noch wird?
Keine Ahnung.
Aber genau das ist der Punkt.
Built to ride. Not to impress. 🦆💥




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